KW 22: Zu wenig Schulen, JobCafé, Pudel-Story, Ausspannen am Schloss Biesdorf

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Liebe Leser, in Berlin mangelt es an Schulen. In Marzahn-Hellersdorf werden einige Kinder in diesem Jahr keinen Platz in der Schule ihrer Geschwister erhalten können. Eine Besserung der Situation ist vorerst nicht in Sicht. Außerdem: Wie ist es, als dunkelheutiger Mensch durch Marzahn zu schlendern? Oder mit dem Bus zu fahren? Oder im Imbiss Viwa am U-Bahnhof Cottbusser Platz einen Kaffee zu bestellen? Jasmin Kalarickal hat es ausprobiert. Viel Spaß beim Lesen!

\ MARZAHN-HELLERSDORF AKTUELL /

Schulen werden knapp. Viele Erstklässler werden in diesem Schuljahr voraussichtlich keinen Platz in der Schule ihres Einzugsgebietes erhalten. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist die Lage nicht ganz so schlimm. Doch einige Geschwisterkinder könnten auch hier Probleme bekommen. Betroffen sind die die Schule am Fuchsberg, die Pusteblume-, Schleipfuhl-, Strauß- und Geißenweise-Grundschule. tagesspiegel.de

JobCafé: Neue Einrichtung für Menschen ohne Arbeit. Das Job-Center Marzahn-Hellersdorf hat das berlinweit einmalige JobCafé an einem neuen Ort wiedereröffnet. Seit einigen Wochen werden Arbeitsuchende im Erdgeschoss des Dienstgebäudes an der Rhinstraße in hellen, freundlichen Räumen empfangen. Dort erhalten sie Hilfe bei der Stellensuche, können auf eigene Faust passende Jobs im Internet recherchieren oder sich dabei unterstützen lassen, Bewerbungsunterlagen zu optimieren. Nur Kaffee servieren die Arbeitsvermittler nicht. lichtenbergmarzahnplus.de

Selbstversuch: Marzahn besuchen. Die Reporterin Jasmin Kalarickal war noch nie in Marzahn. Sie hatte keinen Grund für einen Besuch des Stadtviertels und befürchtete außerdem rassistische Übergriffe. Ob dieses Vorurteil berechtigt war, wollte sie nun herausfinden. „In englischsprachigen Reiseführern wird nichtweißen Personen davon abgeraten, in Berlin in östliche Randbezirke wie Marzahn-Hellersdorf zu fahren. Bei der Abgeordnetenhauswahl im letzten September konnte die AfD hier 23 Prozent und zwei Direktmandate holen. Überhaupt gilt Marzahn schon seit den Neunzigern als Neonazihochburg.“ Sie wird keine bedrohlichen Situationen erleben, selbst, als sie in einem „Nazi-Treffpunkt“ einen Kaffee bestellt. Doch „feindliche Blicke“ sind nicht ausgeblieben. Oder war das Paranoia? taz.de

Pudel beruhigt: Berliner Kurier hat die Geschichte aufgeschrieben. „All unser Streben und Handeln dient nur einem Ziel: Den Menschen in unserer Stadt, die sich in einer akuten Notlage befinden, schnellstens die bestmögliche Hilfe zu bringen“. Das ist das Motto der Berliner Feuerwehr. Doch dieses Mal retteten die Männer und Frauen keinen Menschen. Sondern einen kleinen weißen Pudel.“ bgeinnt der Bericht über die Rettung des Pudelkindes Cico. Der Hund jaulte stundenlang, als seine Herrchen ihn in einem Notfall allein in der Wohnung lassen. Die Feuerwehr kam über den Balkon. berliner-kurier.de

Baustelle Rhinstraße. Vattenfall beginnt im Juni mit dem Neubau einer Heizanlage. Hier soll Heizenergie noch effizienter aus Gas gewonnen und die Energiebilanz der Hauptstadt weiter verbessert werden. berliner-woche.de
Interview mit Thomas Braun (AfD). Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Marzahn-Hellerstdorf war in SPD und CDU und während des  Jugoslawien-Kriegs mit einer Kroatin verheiratet. Nun gibt der Politiker dem umstrittenen Blatt Epoch Times ein Interview. epochtimes.dewiwo.de

Junge rennt vor die Straßenbahn. Ein 14-Jähriger wurde am Freitagabend bei einem Unfall schwer verletzt, als er gegen 18 Uhr das Gleisbett der im Bereich der Haltestelle an der Raoul-Wallenberg-Straße betrat. Er wurde von einer Tram der Linie M 8 erfasst und gegen ein Fußgängerschutzgitter geschleudert. Dabei erlitt er schwere innere Verletzungen und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. berlin.de

Von Berlin-Mahlsdorf direkt nach Kostrzyn: Neuer Bahnsteig.  Am Bahnhof Berlin-Mahlsdorf sollen ab Ende des Jahres neben der S-Bahn auch Regionalzüge halten. Fahrgäste können dann in Züge der Regionalbahnlinie 26 einsteigen, die Berlin-Lichtenberg mit dem polnischen Kostrzyn verbindet. Von Dezember 2018 an fahren die Züge in Berlin stadteinwärts dann bis zum Ostkreuz, wie ein Sprecher der Bahn sagte.  Für den neuen Bahnsteig wird seit Anfang dieser Woche gebaut. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. bild.detagesspiegel.de

\ SPORT /

Doris Nabrowsky schildert ihren Weg vom Mann zur Frau. Nabrowsky ist begeisterte Sportlerin und Förderin von Talenten. Im Verein „1. Vfl Fortuna Marzahn“ leitet sie die Abteilung Leichtathletik. Mehr als 60 Jahre lang lebte Doris Nabrowsky als Mann. Noch vor wenigen Monaten hieß sie Heinz Nabrowsky. Nach und nach legte Nabrowsky alles ab, was sie früher als Mann erkennbar gemacht hat. Dann legte sie nach und nach an, was sie weiblich macht: Einen modischen Pagen-Haarschnitt. Absatzschuhe. Taillierte Kleidung. Zuletzt war es der Vorname. Aus Heinz wurde Doris. Tatsächlich geht es aber um mehr, als um Äußerlichkeiten: „Ich fühle mich charakterlich und vom Wesen her als Frau“, sagt die 64-Jährige. berliner-woche.de

\ STADTLEBEN /

Haustiere: Ratten in Marzahn. In der Raoul-Wallenberg-Straße lebt im elften Stock eines Hochhauses Christine Brandt. Außerdem leben hier noch Kolja, Voldemort, Peaches und Maus sowie fünf weitere Ratten. Die Nager werden in der Obhut der Tierliebhaberin Brandt durchschnittlich drei Jahre alt, erreichen also ein hohes Ratten-Alter.  „Gut zwei Jahre sind für Ratten normal“, sagen die Experten. Denn hier erhalten sie professionelle Betreuung, viel Platz und Kletter- sowie Versteckmöglichkeiten. Betagte Ratten haben für Christine Brandt einen besonderen Reiz: „Sie sind nicht so wuselig wie die ganz jungen, diese können schon mal Stress pur bedeuten.“ bz-berlin.de

Kinder-Krankenhaus-Buch: Der Pinkpunktsöckler im ukb. In Zusammenarbeit mit dem Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) in Marzahn hat die Autorin Wilma Wolf ein Buch geschrieben, das Kindern die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt nehmen soll. Der kindgerechte Krankenhaus-Krimi ist gleichzeitig spannend und informativ. Die liebevoll gezeichneten Bilder im Buch werden ergänzt durch Fotos aus dem realen Krankenhaus. So können die kleinen Leser sehen, dass sie in demselben Raum behandelt wurden wie der Held der Geschichte und auch ihr Zimmer aussieht wie das im Buch. Eine eigene Kinderstation hat das ukb nicht. lichtenbergmarzahnplus.de

Sommer in Berlin. Die Hauptstadt hat die ein oder andere Oase der Ruhe zu bieten. Eine davon in Marzahn, wie es im Tagesspiegel heißt: „Nach jahrelanger Restaurierung ist Schloss Biesdorf, rundum saniert und bietet als „Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum“ nicht nur Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, sondern im Hochparterre auch ein helles, in Cremetönen gehaltenes Café mit Terrasse. Weil das Haus mit dem markanten Türmchen erhaben liegt, blickt man von dieser Terrasse weit hinein in den 14 Hektar großen Park bis hinüber zu den „Gärten der Welt“. Das tröstet ein wenig darüber hinweg, dass im Garten selbst keine Tische und Stühle stehen können.“ tagesspiegel.de

Ausstellungseröffnung: Südliche Landschaften. Gezeigt werden Bilder von Hans-Joachim Hoffmann, in denen er Eindrücke seiner Reisen um das Mittelmeer verarbeitet. Die Bilder zeichnen sich durch farbenfrohe Städte und Landschaften aus. Der Maler wurde 1947 in Weimar geboren und hat schon in Kindertagen mit dem Zeichnen und Malen angefangen. Neben zahlreichen Reisebildern hat Hans-Joachim Hoffmann viele Porträts und Stillleben geschaffen. Darüber hinaus bemalt er auch leidenschaftlich gern Möbel- und Türen. Der Eintritt ist frei. Vernissage: Donnerstag, 1. Juni, 18 Uhr Bibliothek Kaulsdorf Nord, Cecilienplatz 12. berlin.de

Tüffteltheater: Helle und Leum und Die un-dichte Krone. Helle und Leum, die beiden Forschergeister des Kinderforscherzentrums HELLEUM, treibt es auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Ein interaktives Kinderforschertheater für Neugierige, die die Welt gerne selbst entdecken. Premiere am Donnerstag, den 1. Juni im Kinderforscherzentrum HELLEUM. helleum-berlin.de
Classic Open Air in Helle Mitte. Buntes Programm mit Musik von Klassik bis Rock und klassischem Tanz. Freitag, 2. Juni, 17:15 Uhr am  Fritz-Lang-Platz. berlin.de
Film: Freund oder Feind. Eine Doku über die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Hund. Mit anschließender Diskussion. Dienstag, 6. Juni, 20 Uhr, in der Kiste. berlin.de

Wie wünschen ihnen eine tierische Woche! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf marzahn-hellersdorf.de erledigen.

 

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