KW16: Verkehrsunfälle bleiben unterm Durchschnitt, Bezirk prüft Einsatz sozialer Medien, Kirschblütenfest wieder stark besucht

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Liebe Leserinnen und Leser, würden Sie sich wünschen, mit Ihrem Abgeordneten, der Stadträtin oder dem Amtsleiter über Facebook und Twitter zu kommunizieren? Sagen, was Sie von der Politik halten oder Anregungen geben? Das könnte vielleicht Realität werden, denn der Einsatz sozialer Medien in der Politik soll nun vom Bezirksamt geprüft werden. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Trotz des Anstiegs der Verkehrsunfälle in Berlin bleibt die Anzahl der Unfälle in Marzahn-Hellersdorf weiter unter dem Berliner Durchschnitt. Allerdings bleiben die großen Ausfallstraßen weiterhin für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich. Das Kirschblütenfest in den Gärten der Welt war auch in diesem Jahr wieder mit tausenden Besuchern ein großer Erfolg. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine angenehme Woche!

\ MARZAHN-HELLERSDORF AKTUELL /

Unfallzahlen in Marzahn-Hellersdorf unter Berliner Durchschnitt: Während die Zahl der Verkehrsunfälle im gesamten Stadtgebiet Berlin im vergangenen Jahr weiter angestiegen ist, liegt Marzahn-Hellersdorf bei der Zahl der Verkehrsunfälle seit jeher weit unter dem Berliner Durchschnitt. Laut aktueller Polizeistatistik hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin im vergangenen Jahr auf 137 713 erhöht. Im Jahr 2014 kam es hingegen in Marzahn-Hellersdorf insgesamt zu 6366 Unfällen. Das entspricht einem Anteil von 4,8 Prozent an der Gesamtzahl in der Hauptstadt. 643 Personen wurden verletzt. Die Zahl der schweren Unfälle betrug 33. Verkehrstote waren nicht zu beklagen. Die höchsten Unfallzahlen im Bezirk sind auf den großen Ausfallstraßen zu verzeichnen. Dazu zählen Märkischen Allee, die B1/B5 in Alt-Biesdorf, Alt-Kaulsdorf und Alt-Mahlsdorf, sowie die Marzahner Promenade und die Weissenhöher Straße. Beide Straßen liegen in der Nähe von großen Einkaufszentren, des Eastgate und des Biesdorf Centers.
berliner-woche

Harte Drogen im Spind gelagert: Ein 27-jähriger hat in seinem Spind in einem Sportstudio an der Märkischen Allee Amphetamin versteckt. Die Angestellten fanden dort am Freitag etwa ein Kilogramm des Aufputschmittels, als sie seinen Schrank öffneten, der bereits länger verschlossen war, als die Geschäftsbedingungen es erlaubten. Die Polizei nahm den Verdächtigen in seiner Wohnung fest, wo sie noch mehr illegale Drogen fanden. Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts des Drogenhandels verantworten.
tagesspiegel.de

Frau in Hinterhof überfallen und verletzt: Am späten Samstagabend ist eine 40 Jahre alte Frau in Hellersdorf von einem Handtaschenräuber verletzt worden. Der Unbekannte sprach sie am späten Samstagabend auf einem Hinterhof in der Adele-Sandrock-Straße an, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Täter entriss der Frau ihre Handtasche und stieß sie zu Boden. Dabei erlitt die 40-Jährige eine Schädelprellung, die ambulant im Krankenhaus behandelt wurde.
morgenpost.de

Drei neue Hochhäuser in der Märkischen Allee: Der Eigentümer der Brache zwischen der Märkischen Allee und der Trusetaler Straße plant die höchsten Hochhäuser in Marzahn-Hellersdorf. Die GFRK Hausverwaltungs- und Entwicklungs GmbH will ein Hochhaus mit bis zu 30 Geschossen und zwei mit 25 Geschossen auf das Grundstück setzen. Sie dürften lange Schatten auf der Märkischen Allee werfen. Der Projektentwickler hat damit eine Lösung gefunden, die den Wünschen des Bezirksamtes entspricht. Zudem endet eine jahrelange Auseinandersetzung um die Verwendung der rund einen Hektar großen Fläche. Nebenbei setzt das Vorhaben neue städtebauliche Maßstäbe im Bezirk. Das höchste Haus soll 110 Meter hoch werden. Bis zu 1000 Wohnungen könnten entstehen.
berliner-woche

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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Bezirksamt prüft Einsatz sozialer Medien: Der Einsatz sozialer Medien als Kommunikationsmittel in der Politik schreitet voran. Die Hälfte aller Bundesministerien besitzt bereits einen Twitter-Account. Nun hat auch die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) das Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf aufgefordert, diese Möglichkeit zu prüfen. In dem BVV-Beschluss wird das Bezirksamt aufgefordert zu prüfen, wie es die sozialen Medien für seine Öffentlichkeitsarbeit nutzen kann. Mit diesem Beschluss stößt die BVV auch für die Verwaltung die Tür weit auf in die neue Medienwelt. Damit wäre es möglich, mit einem Stadtrat, einer Stadträtin oder einem Amtsleiter direkt und zeitnah zu kommunizieren. Die Verwaltung könnte die Bürger über ihre Schritte topaktuell auf dem Laufenden halten. Der Einsatz der sozialen Medien in den öffentlichen Verwaltungen ist dennoch umstritten. Datenschutzbeauftragte haben Bedenken, dass zu viele Informationen preisgegeben werden könnten.
berliner-woche

Marzahn-Hellersdorf erwirtschaftet Haushaltsplus: Der Bezirk hat das Haushaltsjahr 2015 mit einem kleinen Überschuss von 300 000 Euro abgeschlossen. Er hat aber weiter Schulden von 9,2 Millionen Euro beim Senat. Alle Berliner Bezirke erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 18 Millionen Euro. Der Überschuss von Marzahn-Hellersdorf von etwa 300 000 Euro nimmt sich im Vergleich gering aus. Das Bezirksamt konnte aber immerhin einen positiven Jahresabschluss vorlegen wie die Hälfte der Bezirksämter. Schlusslicht Reinickendorf schloss dagegen mit einem Minus von vier Millionen Euro ab.
berliner-woche

Kein Flüchtlingsheim in Biesdorf: Einer der beiden geplanten Standorte für ein weiteres Flüchtlingsheim ist vom Tisch. Der Senat wird kein Flüchtlingsheim südlich der Kreuzung der B1/B5, Ecke Köpenicker Straße bauen. Ende Februar hatte der Berliner Senat Grundstücke an der Zossener Straße 138 und an der Straße Alt-Biesdorf 34 als Containerdörfer für jeweils bis zu 500 Flüchtlinge vorgesehen. Nach eingehender Prüfung stuft die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Grundstück in Biesdorf inzwischen als ungeeignet für ein Flüchtlingsheim ein. Insbesondere die Lage an der viel befahrenen B1/B5 und der angrenzenden U-Bahn-Linie war ein Ausschließungsgrund. Die Flüchtlinge hätten wie auf einer Insel gelebt.
berliner-woche

\ ZAHL DER WOCHE /

137 713 Verkehrsunfälle gab es laut Polizeistatistik 2015 in Berlin. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 3,76 Prozent. berliner-woche

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Regional wachsen – jetzt auf DVD! Der Dokumentarfilm „Regional wachsen – Reise durch eine neue Landwirtschaft“ berichtet exemplarisch für den Raum Berlin/Brandenburg über die Produktion von Lebensmitteln, deckt Missstände auf und zeigt Alternativen für umweltbewusste Konsumenten.
regionalwachsen.de

\ STADTLEBEN /

Kirschblütenfest in Marzahn: Das Kirschblütenfest in den „Gärten der Welt“ in Marzahn gehört mittlerweile zu einem der beliebtesten Frühjahrsattraktionen in Berlin. Auch am vergangenen Sonntag kamen wieder tausende Besucher zum „Hanami“, wie die Blütenschau auf Japanisch heißt. Vor den Kassen bildeten sich lange Schlangen, es gab Wartezeiten bis zu einer Stunde. Doch das Warten lohnte sich, in den Gartenanlagen konnte man sofort in eine asiatische Phantasiewelt eintauchen. Japanischer, Koreanischer und Chinesischer Garten bildeten stilvolle Kulissen für eine Mischung aus fernöstlicher Musik, exotischen Speisen und Getränken, Kampfsportvorführungen und Vorführungen fernöstlicher Zeremonien. Hunderte Besucher verkleideten sich und zogen als lebende Mangas durch den Park. Dargestellt wurden Samuraikämpfer, japanische Schulmädchen, Star-Wars-Figuren und Uniformträger fast jeder Art.
berliner-woche

Gärtnern mit Kindern: In der Mark-Twain-Bibliothek der Bezirkszentralbibliothek stellt die Marzahner Lehrerin a.D. Gerda Schneider ihre Fotos aus 35 Jahren aus, die dokumentieren, wie glücklich Kinder beim Gärtnern sind. Schneider hat viele Schulgärten aus dem Dornröschenschlaf geweckt und hinterlässt im ganzen Land eine Spur von Kräuterbeeten in Schulgärten. Sie unterrichtete die Fächer Deutsch, Mathematik, Biologie und bis zur Wende auch das Fach Schulgarten. Von 1982 bis 2015 leitete sie ehrenamtlich die Arbeitsgemeinschaft „Junge Gärtner“. Für ihr Engagement für Natur und Umwelt im Projekt FKKAu (Fördern, Kräuter, Kochen, Ausstellungen) wurde ihr der 19. Umweltpreis des Stadtbezirkes verliehen. Seit der Wende setzte sie sich für die Erhaltung der Schulgärten und für die Einrichtung einer Gartenarbeitsschule in Berlin-Marzahn ein. Die Ausstellung ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei.
berlin.de

Fotoausstellung: Die Ausstellung „Drushba-Trasse – Bilder eines Abenteuers“ zeigt Bilder des Erdgastrassenbaus in der Ukraine der 1970er. Täglich im KOMPASS, Haus im Stadtteil, Kummerower Ring 42 berlin.de
Filmfrühstück: Das Stadtteilzentrum Biesdorf, Alt-Biesdorf 15, zeigt am Donnerstag, 21. April, um 10 Uhr den Defa-Streifen „Das Kaninchen bin ich“ berliner-woche
Vorbereitung auf U-18 Wahl: Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro des Bezirksamtes bietet dazu am Donnerstag, 21. April, von 9.30 bis 13.30 Uhr in der Jugendfreizeiteinrichtung U5, Auerbacher Ring 25, eine Schulung an berliner-woche

Wir wünschen Ihnen eine entspannte und schöne Woche! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf marzahn-hellersdorf-journal.de erledigen.

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